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Monatsarchiv für November 2009

Mini - Blockheitzkraftwerk

Sonntag, den 29. November 2009

Funktionsweise

Das Mini-BHKW funktioniert nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung: Ein speziell entwickelter Gas-Verbrennungsmotor treibt einen Generator zur Stromerzeugung an. Dieser wandelt die mechanische Energie des Motors in elektrische Energie um. Die dabei entstehende Abwärme wird über einen Plattenwärmetauscher ausgekoppelt und zur Heizung und Warmwasserbereitung verwendet. die optimierte Nutzung der Abgaswärme trägt hierbei zur hohen Effizienz des Mini-BHKWs bei. Auf diese Weise wird die eingesetzte Energie doppelt genutzt und so ein wesentlich höherer Wirkungsgrad als in modernen Großkraftwerken erzielt.

Neues Gesetz zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK-Gesetz):

  • Bis zu 2.100€ mehr Einnahmen im Jahr
  • Der selbstgenutzte Mini-BHKW-Strum wird jetzt ebenfalls mit 5,11ct/kWh vergütet (vorher nur bei Einspeisung)
  • Gilt ab 1.Januar 2009 für 10Jahre ab Inbetriebnahme (Unter Vorbehalt auch für bestehende Anlagen ab dem 1.April 2002 bis zum Ablauf der 10-Jahres-Frist)

Das Mini-BHKW weiterhin wird ergänzend gefördert durch:

  • Rückerstattung der Energiesteuer für den verbrauchten Brennstoff (0,55ct/kWh bei Erdgas bzw. 60,60€/1000kg bei Flüssiggas)
  • Zinsgünstige Kredite und Investitionszuschüsse im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
  • Förderprogramme der Länder und derEnergieversorger

Es hat sich gelohnt!

Freitag, den 20. November 2009

Im Rahmen der diesjährigen Konferenz der europäischen Forestbased Sector Technology Plattform (FTP) in Stockholm wurde erstmals der FTP Team-Up Award für herausragende Kooperationen zwischen Forschern und Unternehmen vergeben.
Zusammen mit den Mitstreitern aus Industrie und Forschung habe ich mich natürlich sehr gefreut, dass dieser Preis an das Projekt TES-Energy-Facade ging, in das wir  alle in den vergangenen beiden Jahren sehr viel Energie, Gedanken und Zeit investiert haben. Während der gemeinsamen Arbeit konnten alle Seiten immer wieder vom Know How und der Erfahrung der anderen am Projekt Beteiligten profitieren und somit das best mögliche Ergebnis erzielen.

Das verstehe ich unter “angewandter Forschung”, so wie sie noch viel öfter passieren sollte: Unterschiedliche Kompetenzen werden gebündelt, klare Ziele definiert und bei gleichzeitiger genauer Untersuchung der Umsetzbarkeit sehr konkret verfolgt.

Genaueres zum FTP Team-Up Award können Sie hier nachlesen: 091118_pm_ftpaward_tum.pdf

Was ist Thermoholz?

Donnerstag, den 12. November 2009

Holz, das durch thermische Verfahren (Hochtemperaturbehandlung) gezielt in seinen Eigenschaften verändert wird. Dabei werden durch hohe Temperaturen (170 bis 230°C) und ohne Zusatz von Hilfsstoffen die notwendigen Eigenschaften eingestellt.

Achtung: Thermoholz ist nicht gleich Thermoholz!

Das Wort Thermoholz bedeutet lediglich das es sich um Holz handelt welches thermisch behandelt wurde, sagt aber nichts über das Endprodukt aus, gerade hier aber gibt es wichtige Unterschiede. Welche Holzart wird thermisch behandelt und vor allem auf welche Verfahrensweise!
Nach dreijähriger Forschungsarbeit ist es einer Firma erstmalig gelungen ein thermisches Verfahren zu entwickeln und damit die Buche, als Thermobuche in die höchste Haltbarkeitsstufe umzuwandeln. Auch andere Holzarten mit anderen thermischen Verfahren wurden erforscht. Das Ergebnis sind verschiedene Endprodukte für verschiedene Einsatzgebiete. Besonders interessant ist die Tatsache dass sich auch gezielt verschiedene Farbabstufungen einstellen lassen.

Welche Vorgänge laufen dabei im Holz ab?

Unter dem Einfluss der Hitze und Feuchtigkeit wird der Zellwandaufbau so verändert, daß die Möglichkeit der Wasseraufnahme entscheidend verringert wird. Die so genannten Hemicellulosen (kurzkettige Zuckerbausteine) werden abgebaut. Durch die verringerte Wasseraufnahme des Holzes verschlechtern sich die Wachstumsbedingungen für Pilze und dadurch verbessert sich die Dauerhaftigkeit des Holzes.
Die nach der Behandlung im Holz verbleibenden Elemente der Hemicellulosen schliessen freiwerdende Hohlräume in den Zellwänden und vernetzen beim Abkühlen des Holzes.
Der Farbton des Holzes verändert sich durch die thermische Behandlung.
Das Holz wird durch die thermische Behandlung spröder und verliert an Festigkeit, alleine diese Tatsache erlaubt es leider nicht Thermoholz als Konstruktionsholz zu verwenden, ist aber für andere Einsatzgebiete nicht von großer Bedeutung.
Welche Möglichkeiten eröffnen sich mit unserem Thermoholz?

•    Die von uns erzeugte Thermobuche ist durch die Thermobehandlung als sehr dauerhaft (Klasse 1) einzustufen und erlaubt somit den Einsatz im Außenbereich
•    Esche erhält durch die Thermobehandlung einen wunderschönen goldigen Farbton, und eignet sich hervorragend für den Möbelbau
•    Bei der Eiche können wir Farbtöne erzeugen, die eine denen der Räuchereiche oder der seltenen Mooreiche entsprechen

Welche neue Eigenschaften weist Thermoholz auf?

Zusammenfassend lassen sich folgende positive Eigenschaften nennen:
•    Erhöhte Dauerhaftigkeit (gegen Pilzbefall und Witterungseinflüsse) – auch im Inneren des Holzes
•    Verringertes Quell- und Schwindmass (Quellungsvergütung beträgt je nach Holzart und Behandlungsstufe bis zu 70%)
•    Erhöhte Dimensionsstabilität
•    Abbau innerer Spannungen des Holzes
•    Ausgleichsfeuchte des Holzes wird reduziert, d.h. bei gleichem Umgebungsklima stellt sich bei Thermoholz eine um bis zu 70% geringere Holzfeuchte gegenüber unbehandeltem Holz ein
•    Neue Farbtöne können erzeugt werden, die von einem warmen Braunton bis zum Schwarz der Räuchereiche reichen
•    Alle Farbänderungen sind durchgängig und homogen über den Querschnitt
•    Geringfügig bessere Wärmedämmeigenschaften als unbehandeltes Holz
Welche Einsatzbereiche kommen für Thermoholz allgemein in Frage?

Grundsätzlich kann Thermoholz überall dort sinnvoll eingesetzt werden, wo folgende Eigenschaften gefragt sind (ausgenommen ist wie bereits erwähnt der Einsatz im statischen Bereich):
•    Dauerhaftigkeit
•    Dimensionsstabilität
•    Optik (Farbgebung)

Außenbereich    Innenbereich
•    Fassadenelemente
•    Gartenmöbel
•    Terrassenböden und Holzfliesen
•    Fenster und Fensterläden
•    Außentüren
•    Pergolen
•    Windschutzelemente
•    Schallschutzwände
•    Spielgeräte für Spielplätze     •    Fußböden
•    Möbelbau
•    Täfelungen
•    Deckenbekleidungen
•    Sauna und Bad

Holzbau macht Schule

Montag, den 2. November 2009

Dass Holzbau nicht nur was für Scheunen und private “Häuslebauer” ist, sondern auch in vielen anderen Bereichen Sinn macht und sogar Vorteile gegenüber anderen Baustoffen hat, spricht sich nun auch hierzulande wohl immer mehr herum. Besonders toll ist dabei natürlich, dass wir, die Gumpp & Maier GmbH diese Entwicklung in verschiedenen Bereichen ganz konkret erleben konnten.
So waren die Projekte, die wir in diesem Jahr verwirklicht haben, entsprechend vielseitig: Von einer kompletten Druckerei mit Produktion und Bürotrakt, über eine Hochregallager, eine Schule, die neue Fakultät einer Universität, bis hin zu einer Skistation in den Vogesen in Erbeben gefährdetem Gebiet. Die Liste ließe sich noch ein ganzes Stück fortsetzten, denn gerade im Gewerbebau wird das Interesse am Holzbau stetig größer.
Die speziellen Anforderungen der einzelnen Projekte waren ebenso unterschiedlich wie Ihr späteres Aussehen. Eines aber haben sie alle gemeinsam: Ihren Niedrigenergie-Standard!
Interessenten aus Holland, England und Frankreich zeigen zudem, dass deutscher Holzbau auch im benachbarten Ausland gefragt ist.